Aramäer in der Türkei

Die Geschichte des Volkes der Aramäer reicht zurück bis in die Antike und darüber hinaus. Und diese Geschichte der Aramäer geht weiter, denn die Aramäer sind ein semitisches Volk, das bis heute seine uralte Sprache spricht.

Viele Aramäer gehören dem Christentum an, aber leben zum großen Teil in muslimischen Ländern. Die Spannungen in der Weltpolitik und in den europäisch-asiatischen Beziehungen schaffen zusätzliche Gräben zwischen Völkern, die seit Jahrtausenden einen Lebensraum teilen. Das Völkergemisch beginnt auf dem Balkan und reicht bis nach Indien und China. Minderheiten werden unterdrückt und ansässige Christen sowie Angehörige anderer Minderheiten werden verfolgt. Nicht nur die Christen trifft es, sondern viele Menschen leiden aufgrund ihrer ethnischen Herkunft. Die Aramäer von heute bilden da keine Ausnahme und sind als Betroffene in großer Not. Sie mussten einst bei Massakern der Türkei schmerzlich erfahren, wie grausam die Hohe Pforte sein konnte. Die Situation ist für sie auch heute nicht minder schwierig.

Die Situation der Aramäer in der Türkei ist mit großen Spannungen verbunden.

Die Situation der Aramäer in der Türkei ist mit großen Spannungen verbunden.

Die Weltgemeinschaft ist gefragt, sich um das Schicksal von Völkern wie das des aramäischen zu kümmern. Die alten Völker sterben, wenn die Uno und die Völkergemeinschaft nicht hilft, ihnen volles Menschenrecht zu sichern. Die Demonstrationen in der Türkei haben gezeigt, dass es viele Freigeister gibt unter den jungen Menschen und diese Freigeister sind auch eine kleine Hoffnung für die Aramäer.

Man wünscht sich, dass die Zukunft des einundzwanzigsten Jahrhunderts eine friedlichere Welt bringt, in der nicht nur alle Aramäer, sondern Menschen jeden Glaubens und jeder Volkszugehörigkeit, frei leben können. Es sind nicht nur die Zustände in der jetzigen Türkei und das Massaker am aramäischen Volk, sondern die Grundhaltung der Regierung der Türkei, zu unterdrücken.

Das alles betrifft nicht nur die in der Türkei lebenden Aramäer, sondern auch beispielsweise jene in Syrien, dem Irak und dem Libanon. Aber die Türkei also Nato-Mitglied und als jahrzehntelanger Anwärter der europäischen Union kann nicht in dieser Weise das eigene Volk und mit ihm die Aramäer unterdrücken. Die Weltgemeinschaft hält die Füße still, weil nebenan der Krieg in Syrien droht und man eine stabile Türkei braucht. Da sieht man beim gemeinsamen Essen gerne einmal über die eine oder andere Menschenrechtsverletzung hinweg. Die Großen speisen gemeinsam von silbernen Platten, während die Völker sterben.

Es bleibt zu wünschen, dass der sich abzeichnende demokratische Wandel umgesetzt werden kann. Die jungen Menschen in der Türkei sowie die Türken in Deutschland und Europa sind gefragt, die Demokratie für ihr Land zurückzufordern. Die Türkei darf nur dann ein ebenbürtiger Partner für die Weltgemeinschaft sein, wenn dort die Menschenrechte zu hundert Prozent umgesetzt werden.

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